FLIEGEN LERNEN
Lautloser Sport unter den Wolken
Günstiger als viele glauben
Leicht zu lernen, Faszination pur
Wie werde ich Segelflieger?
Segelfliegen ist viel einfacher zu lernen, als die meisten Menschen glauben.
Es gibt dafür eigentlich nur zwei wesentliche Voraussetzungen:
ein Mindestalter von 14 Jahren
der Besuch bei einem Fliegerarzt.
Dieser macht keine Jetpiloten-Tests, er prüft lediglich, ob die gesundheitliche Verfassung ausreicht, ein Segelflugzeug führen zu können. Eine Brille stellt also kein Hindernis dar!
Wollen Sie mehr über das Segelfliegen wissen? Dann besuchen Sie uns doch einfach auf dem Flugplatz. Hier ist der beste Ort, um uns näher kennenzulernen und offene Fragen zu klären. Wie Sie zum Segelfluggelände Oppingen kommen, erfahren Sie hier.
Selbstverständlich können Sie auch gerne einmal einen Schnupperflug machen.
Fragen zur Ausbildung und zum Segelfliegen in Oppingen beantwortet Ausbildungsleiter Tobias Schmohl: Tobias.Schmohl(at)Fliegergruppe-Gingen.de / Tel. 07331-7745 / Mobil: 0176-23180325.
Segelfliegen - on silent wings
Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, lautlos und frei wie ein Vogel über die Landschaft zu gleiten? Jedoch erfüllen sich nur wenige diesen Traum. Dabei ist Segelfliegen leichter zu lernen als viele meinen. Auch die Kosten sind bei weitem nicht so hoch, wie die meisten Leute glauben. Was man braucht, sind Ausdauer und Teamgeist. Wer aber Risiko, Selbstbestätigung und Nervenkitzel sucht, ist hier fehl am Platz. Segelfliegen ist keine Extrem- sondern eine Erlebnissportart.

Traditionelle Segelfliegertaufe nach erfolgreichem 1. Alleinflug.
Jeder, der das nötige Gefühl, den erforderlichen Fleiß und die spontane Bereitschaft zu kameradschaftlicher Zusammenarbeit mitbringt, kann das Segelfliegen lernen. Die Ausbildung ist nicht teurer als bei anderen Sportarten. Die Kosten bis zum 1. Alleinflug betragen bei uns pauschal 400 € (Erwachsene) bzw. 200 € (Jugendliche). Zum Beginn der Ausbildung muss das Mindestalter von 14 Jahren erfüllt sein und ein guter Gesundheitszustand durch eine medizinische Kontrolluntersuchung bei einem Fliegerarzt nachgewiesen werden.
(zurück zur Übersicht)Voraussetzungen für die Ausbildung
Der Traum vom Fliegen ist greifbar
Gerade einmal 14 Jahre alt muss man sein, um mit dem Segelfliegen beginnen zu dürfen. Mit dem Einverständnis der Eltern kann man dann sofort abheben. Fluglehrer, die über langjährige Erfahrung verfügen und eine spezielle Ausbildung erhalten haben, kümmern sich um den Flugschüler und führen ihn bis zum Flugschein. Aber auch ältere, jung gebliebene Semester dürfen mit dem Fliegen beginnen, wenn die flugärztliche Untersuchung einwandfrei war. Mit sieben Vereinsflugzeugen bietet die Fliegergruppe Gingen ihren Piloten eine große Auswahl an Maschinen.

Flugschüler
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Ausbildungsprogramm
Fundierte Ausbildung
Auf einem doppelsitzigen Schulflugzeug lernt der Flugschüler zunächst einmal die Grundkenntnisse des Fliegens: die Handhabung des Flugzeugs am Boden, die Ruderwirkungen, Geradeausflug, Kurvenflug und natürlich Start und Landung.
Der Fluglehrer fliegt dabei auf dem hinteren Sitz mit. Zu Beginn steuert und demonstriert er von dort aus alle Bewegungen, läßt den Flugschüler dann aber zunehmend allein wirken, verbessert nur noch dann und wann, bis er schließlich gar nichts mehr zu tun braucht. Dieser Zeitpunkt ist üblicherweise nach ca. 80 bis 100 Starts "am Doppelsteuer" erreicht. Der Fluglehrer steigt aus und läßt den Schüler zum ersten Mal alleine starten. Dieser erste Alleinflug ist für jeden Piloten ein ganz besonderes und bleibendes Erlebnis. Mit weiteren Alleinflügen, die dann meist auf den Einsitzern durchgeführt werden, sammelt der Flugschüler weiter Erfahrung - stets unter der Kontrolle eines Fluglehrers am Boden.
Die Ausbildung bis zum Scheinerwerb gliedert sich in drei Teile:
• Im ersten Abschnitt werden die Grundtechniken des Segelflugs wie Kurvenflüge, Starten und Landen erlernt. Dieser Abschnitt erfolgt in einem doppelsitzigen Segelflugzeug und endet mit den ersten drei Alleinflügen (A-Prüfung).
• Im zweiten Abschnitt wird auf Einsitzer umgeschult. Bei der B-Prüfung muss der Flugschüler zeigen, dass er alleine bestimmte Aufgaben im Flug erledigen kann.
• Der dritte Teil der Ausbildung befasst sich mit der Vorbereitung des thermischen Segelfliegens, es werden Überland-Flüge mit und ohne Lehrer durchgeführt. Der Abschnitt endet mit der C-Prüfung.
Nach der theoretischen Prüfung, einer Mindestflugerfahrung von 25 Stunden und einem Streckenflug von min. 50 Kilometern kann die Prüfung zum Luftfahrzeugführer abgelegt werden - dann steht Ihnen der Himmel offen, Start frei!

Windenstart mit der ASK21, dem Schulungs-Doppelsitzer der Fliegergruppe
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Theorieunterricht
Für Theorie ist im Winter Zeit
Im Winter wird die Zeit für die theoretische Ausbildung genutzt. Denn parallel zur praktischen Ausbildung müssen min. 60 Unterrichtsstunden in mehreren Themengebieten besucht werden. Die Multiple-Choice-Prüfung umfasst die Fächer Meteorologie, Navigation, Luftrecht, Technik, Verhalten in besonderen Fällen und Menschliches Leistungsvermögen. Viele der Lerninhalte sind auch im Schul-Lehrplan für Physik, Erdkunde und Geometrie enthalten - so ergänzen sich Schule und Hobby. Natürlich muss jeder Flugschüler für die Theorieprüfung noch selbst zu Hause ordentlich büffeln, denn die Prüfung vor dem Regierungspräsidium ist kein Zuckerschlecken. Bestanden hat bisher jeder, wenn auch manchmal erst beim zweiten Anlauf.

Büffeln für die Theorieprüfung während der Wintermonate. Auf dem Programm stehen Fächer, in denen Wissen gefragt ist, das auch auf dem Schullehrplan steht. In Navigation bspw. muss neben Dreisatzrechnen viel geometrisches Wissen angewendet werden.
Erst auf den geradlinigen Flügen entdecken wir den Unterbau der Welt,
Antoine de Saint-Exupéry
die Schicht aus Fels, Stein und Salz, auf der an wenigen Stellen
das Leben wie Moos an altem Gemäuer schüchtern zu grünen wagt.
Da werden wir zu Forschern, die nach physikalischen und biologischen
Gesichtspunkten die Kultur untersuchen, die da unten den Talgrund
verschönt und ab und zu, wenn das Klima besonders günstig ist,
sich wie ein Park ausbreitet.
Wir beurteilen den Menschen mit Weltraumperspektive.
Das Fenster am Führersitz ist die Linse eines Mikroskopes,
und mit neuen Augen lesen wir darin die Weltgeschichte.
Segelflug ist auch eine Wissenschaft. ... Segelflug -
Paul Karlson
das ist Meteorologie, Aerodynamik, Statik des Flugzeugbaus.
Seht ihr - darum lieben wir den Segelflug, weil er alles zugleich ist
- weil er Hand und Herz und Hirn erfordert.
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Ausbildungsdauer
Jedes Wochenende zum Fliegen
Wer sich für die Ausbildung entscheidet, sollte sie konsequent betreiben. Am Anfang ist die ständige Praxis wichtig, um die Abläufe zu verinnerlichen. Außerdem verlangt der Gesetzgeber ein zügiges Absolvieren der Ausbildung. Die Erfahrung zeigt, dass eine schnelle und intensive Ausbildung die besten Ergebnisse bringt.
Die meisten haben nach ca. zwei Jahren den eigenen Flugschein in der Tasche.

Die Segelflugausbildung dauert erfahrungsgemäß (bei regelmäßer Teilnahme am Flugbetrieb) ca. 2-3 Jahre, allerdings haben es bei uns Flugschüler auch schon in der Hälfte der Zeit geschafft, den Pilotenschein zu erwerben. Bei nicht ganz so regem Interesse und eher sporadischer Teilnahme, kann sich die ganze Angelegenheit natürlich fast beliebig hinausziehen. Die Ausbildungsdauer hängt auch von den Vorkenntnissen, der Begabung und vor allem vom persönlichen Engagement ab: Wer sich während der Flugsaison von April bis Oktober alle Wochenenden zum Fliegen frei hält, ist natürlich schneller fertig.
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Kosten der Ausbildung
Die Kosten – niedriger als viele glauben
Segelfliegen ist kein einfacher Zeitvertreib und kostet weniger Geld, als vielmehr Engagement und Zeit. Dies gibt vor allem auch Schülern und Studenten die Chance, die Segelflugausbildung zu absolvieren.
Für die Ausbildung bis zum 1. Alleinflug sind im Durchschnitt 60-80 Windenstarts notwendig. Die Fliegergruppe Gingen bietet die Ausbildung bis zum 1. Alleinflug im Rahmen einer Pauschale an (Jugendliche 200 € ; Erwachsene 400 €), in der neben Windenstarts auch die Stundengebühr des Schulungsflugzeugs und der Mitgliedsbeitrag des laufenden Kalenderjahrs enthalten ist. Unser Fliegerarzt, Dr. Nagel in Gingen, führt außerdem die Erstuntersuchung für jugendliche Flugschüler der Fliegergruppe kostenlos durch.
Die weiteren Ausbildungsabschnitte bis zum Erwerb des Luftfahrerscheins kosten (je nach Talent und Engagement) um die 800-900 €. Insgesamt kostet der Luftfahrerscheins also in etwa gleich viel wie der Autoführerschein.
Erreicht werden diese niedrigen Kosten in der Fliegergruppe Gingen durch den ehrenamtlichen Einsatz der Mitglieder. So kostet etwa Flugunterricht durch einen qualifizierten Fluglehrer keinen Cent extra! Die Schulflugzeuge stellt der Verein. Zu bezahlen sind lediglich die Gebühr für den Start und die Flugzeuggebühr. Ein Windenstart kostet 3 € und eine Flugstunde mit dem Schulflugzeug 18 €. Für einen Ausbildungsflug von 10 Minuten Dauer werden also 6 € verbucht. Der Jahresbeitrag für Flieger bis 18 Jahre liegt bei 81,50 € und Erwachsene zahlen 163 €. Konkret heißt das: Ein aktiver Flugschüler gibt während der Flugsaison (von April bis Oktober) ca. 40-50 € im Monat fürs Fliegen aus - das investieren andere in ihre monatliche Handyrechnung.
Alle Mitglieder tragen durch ihr Mitwirken in der Fliegergruppe Gingen ihren Teil dazu bei, dass die Preise auch weiterhin so niedrig bleiben.
Keineswegs ist Segelfliegen also ein teures oder elitäres Hobby. Segelfliegen ist Gemeinschaftssport, bei dem jeder auf den anderen angewiesen ist und der eine vom Wissen und Können des anderen profitiert.

Landeanflug der ASK21 mit ausgefahrenen Bremsklappen
Die Ausbildungskosten setzen sich im Kern aus folgenden vier Komponenten zusammen:
- Jahresbeitrag (für laufende Kosten durch Wartung, Reparatur etc.)
- Startgebühr (für Treibstoffverbrauch)
- Flugstundengebühr (für Versicherung der Flugzeuge)
- Sonstiges (Prüfungsgebühr, Fliegerärztliche Untersuchung, Lehrmaterial etc.)
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Arbeits- und Werkstattdienste
Alle ziehen an einem Strang
Segelfliegen ist ein Teamsport. Als Segelflugverein sind wir auf den tatkräftigen Beitrag aller Mitglieder angewiesen. Jeder aktive Pilot leistet daher ein bestimmtes Kontingent an "Arbeitsstunden", trägt also einen Teil zu der Bewältigung anstehender Arbeiten bei, wie z.B. Wartung der Flugzeuge im Winterhalbjahr.
Als Verein können wir natürlich nicht, wie etwa eine Flugschule, einen absolut gleichmäßigen Flugbetrieb garantieren, bei dem z.B. ein fester Fluglehrer zugeteilt wird, der die Ausbildung übernimmt. Unsere Fluglehrer wechseln sich untereinander ab: Wer am jeweiligen Wochenende Zeit hat, übernimmt den Dienst. So ist es auch mit den anderen Posten, wie Windenfahrer, Flugleiter oder Seilrückholer.
Sie sehen: Unser Verein (wie auch der Flugbetrieb) ist auf den persönlichen Einsatz und die Eigeninitiative jedes Einzelnen ausgelegt.

Beim Aushallen morgens helfen alle mit, um die schweren Flugzeuge zur Startstelle zu bringen
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Zeitpunkt der Ausbildung
Im Frühjahr beginnen, im Herbst alleine abheben
Außerhalb der Wintermonate findet auf dem Flugplatz Oppingen an jedem regenfreien Wochenende Schulungsbetrieb statt. Einsteigen kann man zu jedem Zeitpunkt im Jahr. Wer im Frühjahr beginnt, kann meist schon im Spätsommer alleine fliegen. Zusätzlich zum Wochenendbetrieb veranstalten wir regelmäßig Fluglager, an denen intensiv geflogen wird. Kommen Sie doch einfach einmal in Oppingen vorbei – vielleicht ergibt sich sogar die Möglichkeit, dass Sie von einem unserer erfahrenen Piloten oder einem Fluglehrer mitgenommen werden.
Windenstart-Studie aus 8 Bildern montiert
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Die Flugausbildung im Überblick
Die Ausbildung gliedert sich in vier Abschnitte, an deren Ende immer eine Prüfung steht. Die Prüfungen werden mit A, B, C und GPL (Glider Pilot License)- Prüfung bezeichnet.
Erster Ausbildungsabschnitt: A-Prüfung
= drei Starts und Landungen im Alleinflug
Zweiter Ausbildungsabschnitt: B-Prüfung
= drei Platzrunden mit Seitengleitflug, Kreisflug, Kurvenwechsel, Ziellandung
Dritter Ausbildungsabschnitt: C-Prüfung
= Überlandflug von 50km alleine oder alternativ 100km mit Fluglehrer
Theoretische und praktische GPL-Prüfung
Nach erfolgreicher theoretischer und praktischer Luftfahrerscheinprüfung erhält man den Segelflugschein (GPL), der auf Lebenszeit gültig ist.
Mindestanforderungen für den Erwerb der Segelfluglizenz
• 25 Flugstunden, davon 15 Stunden im Alleinflug
• 60 Starts und Landungen, davon je 20 im Alleinflug
• 3 Landungen mit oder ohne Lehrer auf mindestens einem weiteren Flugplatz
• mindestens eine Außenlandeübung mit Fluglehrer
• 50 km Streckenflug im Alleinflug oder mindestens 100 km Streckenflug mit Lehrer
• Praktische Einweisung zur Beherrschung des Segelflugzeuges in besonderen Flugzuständen
• Theorieprüfung und Erwerb eines Funksprechzeugnisses
• Praktische Prüfung
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